| Liebe Tierfreunde, nachfolgend möchte
ich Ihnen etwas über die Zustände im alten Tierheim erzählen.

Mein seelischer Beistand: Baba. Er hat
bei mir ein Zuhause gefunden und wir sind seitdem ein unzertrennliches
Team.
Tierschützer kamen 1986 auf mich zu und
baten mich, doch einmal an einer Tierschutzversammlung teilzunehmen.
Ich wurde als Schatzmeisterin für das damalige alte städtische
Tierheim vorgeschlagen, welches ich mir daraufhin anschaute und
war entsetzt.
Das Tierheim wurde von dritten Personen nicht
betreut, die ganze Arbeit und Verantwortung wurde dem Wärter
überlassen. Es wurden Hunde für Hundekämpfe verkauft,
wenn sie nicht vorher wegen Überfüllung umgebracht wurden.
Die Sauberkeit war katastrophal, der Kot lag bis zu 15 cm hoch in
den Ablaufrinnen, die nie gesäubert wurden. Eine medizinische
Versorgung fand offenbar nicht statt. Die neugeborenen Hunde blieben
nicht nur unversorgt, sondern wurden häufig von älteren
Tieren getötet. Es gab weder Impfungen, noch Entwurmungen,
an Kastrationen war nicht zu denken! Die Tiere lagen bei Sonne und
Regen im Freien.

Auch bei mir Zuhause leben meine eigenen
19 Hunde und gleichzeitig immer ca. 15 Pflegehunde, die auf ihre
Ausreise warten.

Abuelo wartet in Ruhe auf seine Ausreise
nach Deutschland

Ein Teil des Rudels bei mir Zuhause
Ich übernahm 1990 also nicht nur die sachliche Leitung des
Tierheimes in La Laguna, sondern finanzierte auch die vordringlichsten
Arbeiten selbst: den Bau provisorischer Unterkünfte, die Verpflichtung
einer Tierärztin und die Verbesserung des Verhältnisses
zum Bürgermeister der Stadt La Laguna, von dem das Tierheim
finanziell unterstützt wurde. Ich fing an Tiere medizinisch
so versorgen zu lassen, damit sie im Flugzeug auf dem Weg in ein
besseres, liebevolles Zuhause die Insel verlassen konnten. Pro Monat
versandte ich ca. 25 Hunde. Die Transportkosten der Tiere zahlte
ich selbst, da die Frachtgebühr der Fluggesellschaften nicht
im städtischen Budget vorgesehen war, da es üblich war,
die überzähligen Hunde einzuschläfern.
Von 1990 bis 2005 versuchte ich beständig,
die Verhältnisse für die Tiere in diesem alten Tierheim
zu verbessern, was mir unter anderem nur gelang, weil der ETN
(Europäischer Tier- und Naturschutz e.V., Hof Huppenhardt,
D-53804 Much) seit mehr als 10 Jahren monatlich einen Teil der
Tierarztkosten trägt und mit Kastrationsaktionen hilft. Wenn
Ihnen die Tiere im Süden am Herzen liegen, können Sie
den ETN mit Ihrer Mitgliedschaft unterstützen.

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